( Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes e.V. )

Was mache ich, wenn …

… ich an einem heißen Sommertag einen Hund in einem verschlossenen Auto sehe?

Für unsere vierbeinigen Freunde kann die Hitze sommertags im Auto schnell zur Todesfalle werden. In nur wenigen Minuten kann sich das Wageninnere auf bis zu 70 Grad Celsius aufheizen. Ein leicht geöffnetes Fenster bringt dann keinen ausreichenden Schutz für das Tier. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich übers Hecheln abkühlen, können sie ihre Körpertemperatur in einem heißen Fahrzeug nicht selbst ausreichend regulieren. Es drohen weitreichende Organschäden oder Herzstillstand – der Hund stirbt.

Was mache ich, wenn ich einen Hund in einer solchen Situation vorfinde?

  • Schnellstens versuchen, den Besitzer zu finden. Gibt es umliegend Geschäfte, dort den Besitzer (Kennzeichen!) ausrufen lassen.
  • Am besten gleichzeitig via Handy Polizei (110) und Feuerwehr (112) benachrichtigen. Die Polizei ist übrigens verpflichtet, einen Hund aus einer solch tödlichen Falle zu befreien.
  • Scheint keine andere Rettung möglich, ist Zivilcourage gefragt: eine Scheibe des Fahrzeugs einschlagen, Tür öffnen, Tier herausholen, in den Schatten bringen und mit Wasser versorgen. Den Körper des Hundes mit kühlem Wasser benetzen, den Vierbeiner so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen.
Das Einschlagen einer Autoscheibe kann vom Eigentümer als Sachbeschädigung gewertet und damit angezeigt werden. Wie gesagt, in dem Fall ist Zivilcourage gefragt – das Leben eines Hundes ist ein hohes Gut.

Über den Besitzer des Tieres mag sich dann jeder seine eigene Meinung bilden…

Peter Korte